Pressemitteilung Nese Erikli MdL: „Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden“

09. Februar 2026

Die Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Konstanz-Radolfzell, Nese Erikli, begrüßte im vollbesetzen St. Johann in Konstanz am Samstagabend Landesumweltministerin Thekla Walker (Bündnis 90/Die Grünen). Im Zentrum des Abends stand ein Austausch zu den Chancen der Energiewende und den bisher erreichten Erfolgen:

Die Ministerin erklärte, dass der Ausbau der Photovoltaik seit 2023 die gesetzten Ziele deutlich übertroffen habe. Auch beim Thema Wind sei man mehr als zufrieden: 817 Windenergieanlagen seien in Betrieb, 1.792 in Planung. In den vergangenen zehn Jahren habe man die Energie aus Windenergie vervierfacht. Man baue Kraftwerke, die später auch mit Wasserstoff betrieben werden können. Zwar sei es noch weit, um bis 2040 klimaneutral Energie zu produzieren. Doch der eingeschlagene Weg müsse konsequent weiter beschritten werden.

Unklare und zögerliche Aussagen der Bundesregierung in Sachen Energiewende sorgen derzeit bei Industrie und Handwerk für Unsicherheiten: „Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Es ist nicht zu verstehen, dass nach zwölf Monaten Regierungsarbeit keine verlässlichen Aussagen aus Berlin kommen“, betont Walker. Sie erwarte von der Regierung ein klares Bekenntnis zur Energiewende und eine Verabredung auf zentrale Punkte, die auch über Wahlen hinweg Bestand haben würden.

Nese Erikli verweist auf das innovative Potential Baden-Württembergs: „Wir sind die drittinnovativste Region der Welt. Das haben wir durch kluge Investitionen im Land geschafft, die wir auch in Zukunft fortsetzen müssen.“ Erikli verweist im selben Zug auf das Sondervermögen des Bundes, dem die Grünen im Bund nur deshalb zugestimmt haben, um Investitionen in Infrastruktur und den Klimaschutz zu ermöglichen. Dieses Versprechen habe die Regierung allerdings nicht gehalten. Deshalb unterstützt Erikli das Klagevorhaben der Bundes-Grünen gegen die derzeitige Verwendung der Gelder.

Problematisch sehen Erikli und Walker den Gegenwind in manchen Teilen der Welt gegen die Energiewende, auch in Deutschland. Die CDU wolle den Emissionshandel überprüfen und die FDP wolle eine Rückkehr zur Atomkraft. Dennoch, und darin sind sich die beiden Politikerinnen einig: „Wir müssen an der Transformation dranbleiben und müssen jetzt investieren. Sonst zahlen die folgenden Generationen die Kosten. Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden.“