19.12.2016

Bioökonomieforschung in Baden-Württemberg

Seit 2014 gibt es in Baden-Württemberg ein Forschungsprogramm Bioökonomie. Damit fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die interdisziplinäre, ganzheitliche Betrachtung des Themenkomplexes Bioökonomie mit einem Gesamtumfang von 12 Millionen Euro. In einem Berichtsantrag fragte ich die Landesregierung nach einem Zwischenfazit und den Planungen zur Fortsetzung des Programms.

Bioökonomie, also die Nutzung natürlicher Ressourcen, spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Zwar werden natürliche Ressourcen schon immer ganz vielfältig als Nahrung, Rohstoff oder Energieträger verwertet, angesichts wachsender Herausforderungen für Ökologie, Klima und Ernährung sind aber innovative Ideen und Konzepte gefragt. Vor diesem Hintergrund fördert das Baden-Württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die interdisziplinäre Bioökonomieforschung in den Forschungsverbünden „Mikroalgen für die Ernährung“, „Stoffliche Nutzung von Lignozellulose“ und „Wertschöpfungsketten für Biogas“.

In einem Berichtsantrag fragte die Grüne Fraktion das Ministerium nach einem Zwischenfazit des Programms und wie das Programm fortgeführt werden könnte. Das Ministerium berichtete von guten Erfahrungen – so sei eine Vernetzung der verschiedenen Akteure der Bioökonomieforschung im Land erreicht worden, die Strategie des ganzheitlichen Ansatzes funktioniere. Auf der Basis der Erfahrungen der ersten Förderrunde, die in diesem Jahr abgeschlossen sein wird, wird das Ministerium noch in diesem Jahr eine zweite Förderrunde ausschreiben.

In Zukunft wird das Thema Bioökonomie weiter aktuell bleiben. Auch die Bundesebene hat mit der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Maßnahmen zur Förderung ergriffen. Die Förderung des Landesministeriums zielt deshalb auch darauf, Baden-Württembergische Forschungsstandorte im Wettbewerb um Drittmittel von Bundes- oder EU-Ebene zur Bioökonomieforschung zu stärken.

Die Anfrage und die Stellungnahme des Ministeriums finden Sie auf der Seite des Landtages (Link).

URL:http://nese-erikli.de/landtag/forschungspolitik/aktuelles-detail/article/biooekonomieforschung_in_baden_wuerttemberg/