28.01.2019

Die Frage der Ästhetik darf für die Energiewende nicht an erster Stelle stehen

Zur Diskussion über die geplanten Windkraftstandorte im Schweizer Thurgau bei Salen-Reutenen, Braunau-Wuppenau und Thundorf, bezieht die Konstanzer Landtagsabgeordnete Erikli Stellung: „Die Windkraft ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende und damit auch beim Ausstieg aus dem Atomstrom. Deshalb schließe ich mich der grünen Kreistagsfraktion im Landkreis Konstanz an: den Ausbau der Windkraft in Thurgau abzulehnen, weil die Windräder das Landschaftsbild stören, finde ich zu kurz gedacht. Zudem hätte es einer breiteren Diskussion im Kreistag bedurft, bevor das Landratsamt hierzu eine Stellungnahme abgibt. Die kommenden Jahre sind entscheidend für die Frage, ob wir es schaffen, den Klimawandel aufzuhalten und damit für unsere Enkel eine lebenswerte Erde zu erhalten. Wie wollen wir dieser Generation erklären, dass wir die Energiewende nicht geschafft haben, weil uns die Optik der Windräder nicht gefallen hat?“

Wer sich pauschal gegen die Windkraft ausspricht, der müsse dann auch darüber sprechen, wo die Energie ansonsten herkommen sollte, führt die Landtagsabgeordnete weiter aus und ergänzt: „Wir müssen endlich damit anfangen eine ehrliche Diskussion über die Energiewende zu führen. Niemand möchte alte Atommeiler, die, wie das Kernkraftwerk Beznau, ein Sicherheitsrisiko darstellen, niemand möchte die Atommüllendlager, welche beispielswiese die Schweiz aktuell in Grenznähe zu Deutschland plant. Und wer sich die Folgen des Kohleabbaus rund um den Hambacher Forst anschaut, der muss auch zugeben, dass dies eine weit größere Zerstörung der Natur und des Landschaftsbildes mit sich bringt, als ein Windrad.“

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