04.01.2019

Landesregierung will Spitzenplatz bei Studienerfolg mit zwei neuen Förderlinien im Umfang von 21,6 Millionen Euro weiter ausbauen

Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg hat das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Jahr 2018 die Bilanz von Studienanfängern zu Absolventen (Schwundquote) untersucht. Das DZHW kam dabei zu dem Ergebnis, dass über alle Fächer und Hochschularten hinweg der „Schwund“ im Bachelorstudium in Baden-Württemberg mit 19 Prozent deutlich niedriger ausfällt als der Durchschnittswert von 27 Prozent für die anderen großen Hochschulländer Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Nese Erikli, Konstanzer Landtagsabgeordnete und forschungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, erklärt dazu: „Es muss unser Anspruch sein, Studierende bereits vor der Studienwahl und während des Studienstarts so zu unterstützen, dass sie ihr Studium erfolgreich abschließen können. Das wir auf diesem Weg ein gutes Stück weitergekommen sind, zeigen die Ergebnisse der Studie des DZHW. Darauf wollen wir uns allerdings nicht ausruhen und legen deshalb 2019 und 2020 mit zwei neuen Förderlinien im Umfang von 21,6 Millionen Euro, die insgesamt 50 Projekte umfassen, nach. Darunter finden sich auch mehrere Projekte, an denen die Universität und die HTWG Konstanz beteiligt sind. Diese haben ein Gesamtfördervolumen von über 1,5 Millionen Euro.“

Die Förderlinie „Studienstart“ knüpft an die bisherige Projektlinie „Strukturmodelle in der Studieneingangsphase“ aus der ersten Tranche des „Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg“ an und sorgt für einen flexiblen Start ins Studium. Das geschieht unter anderem durch Orientierungssemester, Semesterstreckungen, fachliche und überfachliche Förderung sowie Tutoren- und Mentoren-Programme. 29 Projekte werden ab 2019 an Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gefördert, darunter das Projekt „Individualisierte Studieneingangsphase“ an der Universität Konstanz und das Projekt „Einstieg4“ der HTWG Konstanz. Die Förderlinie „Lehr- und Lernlabore“ knüpft an die Linie „Wissenschaft Lehren und Lernen“ an und unterstützt innovative Lehr- und Lernformate, forschungs- und projektbezogenes Lernen sowie Service-Learning-Formate. Ab 2019 werden hier insgesamt 21 Projekte gefördert, darunter das Projekt „Transfer Lehre“ der Universität Konstanz und das Verbundprojekt „TRAFO – Netzwerk transferorientierter Lehre in Baden-Württemberg“, an dem sowohl die Universität als auch die HTWG Konstanz beteiligt sind.

Geförderte Projekte im Wahlkreis Konstanz-Radolfzell im Überblick:

  • Individualisierte Studieneingangsphase (Universität Konstanz, Fördersumme: 433.033,34€): Die Maßnahmen der ersten Förderphase (Individualisierte Studieneingangsphase Mathematik, Förderung wissenschaftssprachlicher Kompetenzen, Tutorenprogramme) werden fortgeführt und weiterentwickelt. Die Strukturen und Angebote werden auf weitere Fachbereiche übertragen und curricular verankert. Für Studierende aller Fachrichtungen kommen Blended-Learning-Kurse zur Stärkung selbstorganisierten Lernens und zur Begleitung von Praxisphasen hinzu.
  • Einstieg4 (HTWG Konstanz, Fördersumme: 346.392€): In der 2. Förderphase werden die Maßnahmen aus vier Teilbereichen ausgebaut und optimiert. Die Maßnahmen werden in einem aufeinander abgestimmten Strukturmodell zusammengeführt:

    • Orientierung (Schulkontaktstelle und „Lernen lernen“)
    • Kompetenzerweiterung (Förderung Mathematik-Kompetenz)
    • Monitoring (verbesserte Rückmeldung zu Studienstand)
    • Flexibilisierung (Flexibilisierungsmodelle und Verankerung in SPO)

  • Transfer Lehre (Universität Konstanz, Fördersumme: 299.691,80€): Die transferorientierte Lehre soll durch die Verstetigung der Unterstützungsstrukturen, die Anpassung der Maßnahmen auf die MINT-Fächer, die Adressierung von Studierenden als Initiatoren von Lehrprojekten, eine engere Zusammenarbeit mit dem Bereich Gründung und eine stärkere Vernetzung in die Region und mit anderen Hochschulen weiter ausgebaut werden.
  • TRAFO - Netzwerk transferorientierter Lehre in Baden-Württemberg (Universität und HTWG Konstanz, Fördersumme: 499.769,60€): Hierbei handelt es sich um ein Verbundprojekt der Universität Konstanz, der Universität Tübingen, der Hochschule Esslingen und der HTWG Konstanz. Das hochschultypübergreifende Landesnetzwerk soll Lehrprojekte mit externen Partnern unterstützen und den Austausch darüber befördern. Maßnahmen sind die Vernetzung, der Aufbau von Kompetenzallianzen, die finanzielle Förderung von Verbundprojekten, die mediale Sichtbarmachung, die zielgruppenspezifische Wissenschaftskommunikation sowie Weiterbildungs- und Beratungsangebote.

Weitere Informationen: mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/neues-programm-zum-neuen-jahr-land-foerdert-optimalen-studienstart-mit-216-mio-euro/

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