15.02.2019

Negative Nachrichten zur Gäubahn reißen nicht ab

Die negativen Nachrichten zur Gäubahn reißen nicht ab. Nach einem Brief der Landtagsabgeordneten Erikli, Wehinger und Braun an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Richard Lutz in dieser Woche zu den Verspätungen auf der Gäubahn und einem offenen Brief der Landtagsabgeordneten Erikli am 07. Februar an den Bahnbevollmächtigten Krenz, mit dem Ziel zu erfahren, ob die Gäubahn wegen der S21-Bauarbeiten tatsächlich für drei Jahre in Vaihingen halten wird, gehen die Probleme im Zusammenhang mit der Strecke nun innerhalb einer Woche in die dritte Runde. Die beiden Landtagsabgeordneten Erikli und Wehinger erklären dazu: „Dass sich die Einführung einer stündlichen Verbindung von Stuttgart nach Zürich ohne Umstieg in Singen um ein Jahr auf Dezember 2020 verzögert, passt in das traurige Bild, das die Gäubahn derzeit abgibt. Zum Leid der Bevölkerung im Landkreis Konstanz gerät die Gäubahn aktuell leider ausschließlich mit negativen Schlagzeilen in die Presse. Wir werden auch weiterhin Druck auf die Bahn und den Bund ausüben, damit sich die Situation endlich bessert!“

Hintergrund:
Am 13. Februar wurden die beiden Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Konstanz, Nese Erikli und Dorothea Wehinger, von Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Baden-Württemberg, schriftlich darüber informiert, dass der vorgesehene durchgehende Betrieb mit Intercity-2-Zügen auf der Gäubahn zwischen Stuttgart und Zürich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 noch nicht aufgenommen werden kann. Grund dafür ist die Tatsache, dass die hierfür notwendigen Fahrzeuge nicht wie geplant zur Verfügung stehen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 war ursprünglich vorgesehen, auf der Gäubahn eine stündliche Bedienung mit Intercity 2-Zügen als Direktverbindung von Stuttgart nach Zürich, ohne den bisher in jeder 2. Stunde erforderlichen Umstieg in Singen, anzubieten. Für den durchgehenden Einsatz der Intercity-2-Züge ist die Ausrüstung mit einer speziellen Version des Zugsicherungssystems ECTS notwendig. Für dessen Entwicklung und Zulassung benötigt der Fahrzeughersteller Bombardier, laut den Informationen der Deutschen Bahn, nun mehr Zeit als ursprünglich geplant.

Die Strecke Stuttgart-Zürich über Singen wird seit Dezember 2017 stündlich mit einem Fernverkehrszug bedient. Dabei verkehren Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) von Stuttgart nach Zürich im stündlichen Wechsel mit Intercity-2-Zügen der DB AG.

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