22. Mai 2025
Eine leistungsfähige und moderne Bahninfrastruktur in der Bodenseeregion ist für die beiden Grünen Landtagsabgeordneten des Landkreises Konstanz, Nese Erikli (Wahlkreis Konstanz-Radolfzell) und Saskia Frank (Wahlkreis Singen), ein zentrales Anliegen. Nun setzt die grün-geführte Landesregierung ein starkes Zeichen: Sie stellt zusätzliche Millionenbeträge bereit, um die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn voranzutreiben
„Wir wollen, dass die Menschen in unserer Region ein attraktives und klimafreundliches Angebot nutzen können – dafür braucht es ein zuverlässiges Schienennetz. Dass das Land die Förderung nun deutlich erhöht hat, ist von zentraler Bedeutung“, erklärt Nese Erikli, die sich als Mitglied im Finanzausschuss dafür eingesetzt hat. „Mit dem Doppelhaushalt haben wir die Weichen gestellt, so dass solche Projekte schneller vorankommen.“
Die Bodenseegürtelbahn ist ein Vorhaben nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), bei dem hauptsächlich der Bund an den Kosten beteiligt ist. An den Gesamtkosten i.H.v. fast 650 Millionen Euro beteiligt sich der Bund voraussichtlich mit 435 Millionen Euro. Das Land hat seinen Beitrag nun auf 135 Millionen Euro erhöht. Dadurch werden die Kommunen deutlich entlastet und müssen statt den ursprünglich vorgesehenen 140 Millionen Euro noch 80 Millionen Euro aufbringen.
„Die Erhöhung der Landesmittel ist auch eine direkte Antwort auf die Sorgen der Kommunen. Wir nehmen die Herausforderungen ernst und setzen uns dafür ein, dass der Ausbau der Schiene nicht an den Finanzen der Städte und Gemeinden scheitert“, unterstreicht Saskia Frank. „Gerade angesichts des fortschreitenden Klimawandels ist die Elektrifizierung der Bahnstrecke ein entscheidender Beitrag für eine nachhaltige Mobilität in der Region.“
Hintergrundinformationen:
Bislang mussten die Kommunen die Planungskosten vorfinanzieren – eine enorme Belastung die durch gestiegene Baukosten zusätzlich verschärft wurde. Um zu verhindern, dass wichtige Infrastrukturprojekte ins Stocken geraten, hat die baden-württembergische Landesregierung im Doppelhaushalt 2025/2026 neue Spielräume eröffnet: Die Kommunen werden bei der Vorfinanzierung von Planungskosten um rund 25 Millionen Euro jährlich aus dem Sondervermögen „Baden-Württemberg 21“ entlastet. Zudem wurde der Landesanteil an den Baukosten signifikant erhöht: Bis zu 35 Millionen Euro pro Jahr stehen zur Verbesserung der Finanzierungskonditionen bei GVFG-Projekten bereit.
Die Bodenseegürtelbahn, die zwischen Radolfzell, Ludwigshafen und Friedrichshafen verkehrt, profitiert maßgeblich von diesen neuen Regelungen. Mit der Elektrifizierung wird nicht nur die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs gesteigert, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region geleistet.
