17. September 2025
In der Debatte um die Zukunft des Herz-Zentrums Bodensee geht es voran: Gespräche zwischen dem Sozialministerium Baden-Württemberg und der Geschäftsführung des Klinikums Konstanz haben ergeben, dass nun ein Antrag zur Aufnahme der Herzchirurgie in das Leistungsportfolio des Klinikums gestellt wird. Damit ist ein wichtiger Zwischenschritt erreicht, der zeigt, dass auf Landesebene aktiv an einer Lösung gearbeitet wird.
Nese Erikli, die Abgeordnete des Wahlkreises Konstanz-Radolfzell, unterstützt diese Entwicklung ausdrücklich. Daher hat sie sich bereits vor einigen Wochen mit einem Schreiben an das Sozialministerium Baden-Württemberg gewandt und sich dort für eine rasche Klärung der offenen Fragen eingesetzt.
„Ich freue mich sehr, dass das Land positive Signale nach Konstanz sendet. Mein Dank gilt Minister Manne Lucha für seine klaren Worte und die Unterstützung. Entscheidend ist, dass den Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft eine verlässliche, ortsnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zur Verfügung steht – gerade bei einem so sensiblen und anspruchsvollen Fachbereich wie der Herzchirurgie“, betont die Abgeordnete Erikli. „Ebenso wichtig ist mir, dass auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Herz-Zentrum bald mehr Gewissheit über ihre berufliche Zukunft haben.“
Zum Hintergrund: Das Herz-Zentrum Bodensee hat Anfang Juli ein vorläufiges Insolvenzverfahren angemeldet. Nach den Gesprächen ist das Klinikum Konstanz am Zug: Mit dem Antrag zur Aufnahme der Herzchirurgie könnte der Fachbereich strukturell im Klinikum verankert werden. Das Ministerium prüft solche Anträge nach festen Kriterien – Bedarfsgerechtigkeit, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit – um die Versorgung langfristig auf sichere Füße zu stellen.
